Klarstellung: Der BVBB beteiligt sich nach wie vor NICHT an Flugroutendiskussionen. Insofern gibt es durch den BVBB auch keine Präferierung einer Route! Der nachfolgende Beitrag sollte lediglich klar machen, mit welchen Methoden und Zielen spezielle "Aktivisten" versuchen, sich zu profilieren, zu profitieren und eine notwendige  Diskussion um den ungeeigneten BBI-Standort Schönefeld zu verwässern bzw. zu sabotieren.

 


Formal ist die „Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) eine Vereinigung, die von fluglärmbelasteten Kommunen, Bürgerinitiativen bis hin zu Einzelpersönlichkeiten alles aufnehmen kann, was sich gegen den Fluglärm wendet. Nach § 32a des Luftverkehrsgesetzes sind der Vereinigung Beratungsrechte gegenüber Behörden und Ministerien zugestanden. Als weiteres Recht kann die BVF Mitglieder in die Fluglärmkommissionen entsenden, die ihrerseits ebenfalls Beratungsrechte haben. Wenn man von den Wirkungsmöglichkeiten von Beratungsrechten absieht, kann man nur schlussfolgern: für Fluglärmbetroffene kann die BVF ein Sprachrohr sein.
In der Praxis, so in der Auseinandersetzung um die Installierung des Großflughafens „BBI Berlin – Schönefeld“, sieht dann die Sprachrohr – oder Beratertätigkeit nicht mehr nach „selbstlos“ aus, wie die Arbeit der BVF in § 1 der Satzung beschrieben wird.

 

Für die Beratung fühlen sich dann Vorstandsmitglieder, hier im konkreten Fall z. B. der stellvertretende Vorsitzende, ein Dr. Berthold Fuld, berufen. Dafür das ein Dr. Fuld gerufen wird, sorgen dann wohl andere Vorstands – und Beiratsmitglieder, wie ein sattsam bekannter Eckhard Bock (Rahnsdorf), sein Anhängsel Maucher (Müggelheim) und das Vorstandsmitglied Prof. Carius (Eichwalde).
Mit welcher Vehemenz dieser Gutachter den Gemeinden von Süd – Ost bis West angeboten wurde, machte die Sache für Beobachter sofort suspekt. Als sich dann noch herausstellte, welche Gutachten er mit jeweils gewünschtem Inhalt für Zehntausende  EURO ablieferte, war vollends klar: die BVF arbeitet selbstlos, damit sich Vorstandsmitglieder, Beiräte, wie im konkreten Fall, für einen weniger selbstlosen stellvertretenden BVF – Vorsitzenden starkmachen können.
Der Präsident der BVF kann nicht behaupten von der Geschäftemacherei seines Stellvertreters nichts gewusst zu haben. Er kann auch nicht behaupten nicht gewusst zu haben, welche Turbulenzen unter der „Schirmherrschaft der BVF im Süd – Osten von Berlin ausgelöst wurden. Darum muss er die Feststellung hinnehmen, dass unter seiner Präsidentschaft Praktiken möglich sind, die die BVF diskreditieren. Was über diese Praktiken geschrieben werden kann, wie sie auf den Weg gebracht wurden und wer „selbstlos“ damit viel Geld kassiert, ist im folgenden Brief zu lesen. Fakt ist, Bock und Maucher waren im Sinne von Fuld nicht nur bei einfältigen Bürgermeistern in Treptow-Köpenick oder Erkner, sondern natürlich auch in Blankenfelde Mahlow erfolgreich. Weil die Parteiengutachten wohl in sich widersprüchlich waren, die notwendigen Anflug – und Abflugkapazitäten ausklammerten, fanden sie, trotz massiven Einsatzes von Bock und dem Blankenfelder-Mahlower Bürgermeister Baier nicht im Geringsten die Gnade der „Deutschen Flugsicherung“ (DFS).
Im Interesse der BVF kann man nur hoffen, dass es Vorstandsmitglieder gibt, die erkennen, dass die von Breidenbach geduldeten und von Fuld, Bock und Co. geübte Praxis nur in Berlin und Brandenburg stattfindet. Diese Praxis ist nicht nur „windig“ sondern sicher auch der schnellste Weg zur Selbstenthauptung.
Der Autor des Briefes ist dem Webmaster ebenso bekannt wie der Adressat.

„Sehr geehrter Herr .......
die Info aus dem Info-Radion ist gut moderiert, aber die "Müggelsee-Route" kommt von keinem Vertreter der Air Berlin.
Dies ist eine falsche Aussage, weil wir dem Thema auch nachgegangen sind und diese Vorgänge minutiös protokolliert haben:

Die "Müggelsee-Route" wurde von ehemaligen und neuen Vertretern der BVF (Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V) ins Leben gerufen:
Die FLK hat einen (... einzigen)  "Privat-Antrag" des Eichwalder Prof. Dr. Dr. Carius (Mitglied BVF) entgegengenommen, es handelt sich hier um den ominösen Antrag Nr.13.

Die Vorarbeit hierzu wurde durch den vom Bezirk T-K bestellten Sachverständigen Dr. Berthold Fuld (Vizepräsident BVF) gelegt, der sehr enge Kontakte in dieser Angelegenheit mit dem neu gekrönten BVF- Mitglied Herr Eberhard Bock (Rahnsdorf) und Herrn Maucher (Müggelheim), welcher ehemaliger BVF'er war, hatte.

Er, Herr Dr. Fuld, hat mir auch per Email bestätigt, dass es sich hier nicht um seinen eigenen Einfall handelte, dieser kam aus der "Rahnsdorfer Ecke", wo er sich mit Bock und Maucher traf.

Herr Dr. Fuld wurde von den o.g. drei Herren angeregt, dies in seinem Gutachten für den Bezirk T-K unterzubringen, als "Alternative-Route", für evtl. Nord-Ost-Abflüge. Sein Auftrag zur Darstellung der Südabkurvung hatte er damit wesntlich überzogen.

Der FLK- Antrag Nr.13 von Herrn Prof. Carius wurde somit die Geburtsstunde der "Müggelsee-Route", dieser hat als Erster die Müggelsee-Route der FLK vorgeführt, dann hat auch der Bezirk - über Herrn Schneider- sein Gutachten eingereicht, alles im November 2010.-
Diese konzertierte Aktion wurde mit diversen Stellungnahmen des Herrn Bock begleitet, der dem BA T-K selbst verfasste Handlungsempfehlungen vorlegte.

Dieser Routenvorschlag über den Müggelsee dient der Entlastung Müggelheim und Eichwalde bei Ostabflügen ( Sankt Florian lässt grüßen...)!.
Im Oktober/ November 2010 reichte auch ein Bürger aus Karolinenhof, der Mitglied des FLB ist (!!) , die "Müggelsee_Route" beim BA T-K ein. Dieser Bürger hat im Januar 2011 (...im Namen des Köpenicker FLB und angeblich mit Wissen von Herrn Schneider) einen eigenen Antrag bei der FLK eingereicht, warscheinlich mit gleichen Inhalt, der Schonung von Karolinenhof, somit Flug über den Müggelsee. 

Die Stadt Erkner, welche ebenfalls von Herrn Dr. Fuld diesbezüglich beraten wurde (!!) schlug im Abstand von drei Monaten folgende Flugrouten in der FLK vor:

1. Anflug der Nordbahn über die Gosener Wiesen
2. Abflug von der Nordbahn über den Müggelsee (Vorzugsvariante 1), natürlich lt. Empfehlung von Dr. Fuld aus Bad Homburg.

Herr Dr. Fuld arbeitete die gesamte südliche Region mit seiner Gutachterei ab, von Blankenfelde bis Erkner und wurde stets durch Herrn Eberhard Bock empfohlen.

Ungeachtet dessen ist die Stadt Erkner auch der Wohnsitz des in Woltersdorf geborenen Infrastrukturministers.
Alle Einwendungen der Stadt Erkner bei der FLK hatten zum erklärten Ziel, dass Erkner überhaupt nicht überflogen wird.

Gehen Sie davon aus, wenn der Minister am Dämeritzsee wohnt, will der auch seine Ruhe durchsetzen...!
Die Mittel und Wege sind irdisch.-


Mit freundlichen Grüßen"