Die Inbrunst, mit der weiter über „die richtigen Flugrouten“ diskutiert und spekuliert wird, ignoriert alle Fakten und Wahrheiten über den Fluglärmteppich zwischen Schöneiche, Ludwigsfelde, Lichtenrade/Kleinmachnow und südlich von Rangsdorf. Die selbsternannten Experten und Wichtigtuer, Vertreter von 5. Kolonnen der Landesregierungen und der Parteien machen Bürgern und Öffentlichkeit vor, dass es Flugrouten geben können, die sie erfinden, die den Fluglärm überall da verhindern und beseitigen, wo Betroffene an diesen „Segen“ glauben sollen. Zwischenzeitlich wurde so ein neuer BBI erfunden, der aber weder etwas mit der Realität noch mit der Rechtsposition zu tun hat,  auf die sich Wowereit, Platzeck und die Flughafengesellschaft (FBS) beinhart berufen. Die wollen keinen Dorfflughafen wie ihn die Flugroutenhuber fordern. Sie nehmen einfach nicht zur Kenntnis, dass eine „Germany Trade & Invest (GTAI) mit einer sogenannten Road – Show weltweit unterwegs ist, um in Neu Delhi (Indien), Kuala Lumpur (Malaysia) in Singapur, Taipeh und Peking (China) einen Drehkreuzflughafen anzupreisen, der mit einer Kapazität von 45 Mio. Passagieren/Jahr ein neues Luftfahrt – Drehkreuz für Europa werden soll. Sein Name BBI- Schönefeld, BER.
Ganz im Sinne der Entwicklung zu einem Drehkreuzflughafen kommuniziert Wowereit (SPD) und die FBS unverhohlen „Parallelbetrieb für den BBI ist unabdingbar“. Die Antwort eines ominösen Dialogforums 21 ist dann exemplarisch für das von vielen BIs gepflegte Wunschdenken. Wir können die Notwendigkeit von Parallelstarts nicht nachvollziehen, denn nach ihren Erkenntnissen können 50 – 55 Starts ohne Parallelbetrieb von einer Piste erfolgen. Dann kommen noch eigene Berechnungen einer Bürgerinitiative Lichtenrade- Mahlow-Nord. Diese „Experten“ halten 35 Starts/Stunde, bei zeitlich „leicht versetzten Starts für ausreichend. Ihre „Berechnungen“ gipfeln dann in der Forderung eines Verzichtes auf einen Drehkreuzflughafen.
Um selbst mit Flugroutenhuberei dem Fluglärm zu entrinnen, plädiert eine „Bürgerinitiative Mahlower Schriftstellerviertel“ dann für die Absiedlung der am stärksten betroffenen Wohnorte, die durch eine entsprechende, sie schonende Flugroutenführung betroffen sind.
Wundern über diesen sachlichen Unfug darf man sich. Verstehen, wie die unbedeutenden Protagonisten ihren Unfug nicht zur Kenntnis nehmen, kann man nicht.
Warum diese Flugroutenhuber immer noch nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass in höchstens 5% der Flugbewegungen nach Flugrouten, vor allem angeflogen wird, ist eine Frage von Intelligenz und Leseschwäche. Warum sie selber daran glauben, dass diese 5% ihre  Rettung vor Fluglärm sind, bestätigt ihren Hang zum Selbstbetrug. Warum sie sich über die Wahrheit, z. B. mit einem Blick auf die Website des BVBB nicht informieren über die tatsächliche Fluglärmbelastung auch ihrer Region, hängt vielleicht damit zusammen, dass sie dumm bleiben wollen.
Immerhin, alles steht ja in der Zeitung, was man so von sich gibt. Immerhin gibt es immer wieder Zeitungen, die auch Unsinn veröffentlichen.

 

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