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Herr, vergib ihnen NICHT, denn sie wissen was sie tun.

Alles in mir wehrt sich gegen diese Verdrehung eines ernsten Wortes.

Aber ich wünsche ihnen nun mal wirklich nichts Gutes, diesen kaltherzigen Rechnern, diesen aalglatten Machern, die da über mich gesetzt wurden, denen Macht in die Hände gegeben wurde von einer höheren Gewalt, dem Volkswillen.

Wie soll ich meiner Empörung Ausdruck verleihen über den Missbrauch ihrer geliehenen Macht gegen mich?

Dass sich die brandenburgische Tragödie mit dem Versagen eines Kirchenmannes einleitet, versteht nur der, der weiss, wen er da vor sich hat.

Zwanzig Jahre Schule in einem empfindlichen Kooperationsbereich zwischen den Fronten in der DDR haben ihn zu dem gemacht, der er 1990 ist.

Der IM „Sekretär“, Manfred Stolpe, hat nach seiner Ansicht wissentlich niemandem geschadet.(Danke, Herr Freud, für die Entdeckung des Unbewussten)

Nachdem er Ministerpräsident des Landes Brandenburg ist, wird dies aber gründlich anders.
Da bricht er seinen Amtseid, vergeht sich an den Grundrechten hunderttausender Menschen, missachtet das demokratisch legitimierte Raumordnungsverfahren zum Bau eines Grossflughafens und ist, wider besseren Wissens, (Originalton Manfred Stolpe: “dieser Standort wäre unmenschlich“) einer der Macher des Konsensbeschlusses zum Flughafenstandort Schönefeld.

Und wer es noch nicht weiss: Aus diesem Holz ist auch sein Ziehsohn Matthias Platzeck.

(als Umweltminister verkündet er das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens zum Bau eines Grossflughafens, in dem Schönefeld als der ungeeignetste von sieben untersuchten Standorten festgestellt wird.)

Als Landesvater ist er, wider besseren Wissens, beim Ersten Spatenstich in Schönefeld dabei.


Wer, um Himmels Willen, fällt ihnen in den Arm, wenn nicht wir, die ihnen diese Macht in die Hände gaben?