Ein denkwürdiges Datum.: 8-Mai, Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus und nun für die Fluglärmbetroffenen: Tag der Befreiung vom Eröffnungstermin 3. Juni 2012.

Die durch Fluglärm betroffenen Bürger und Gemeinden haben nun eine Galgenfrist und dürfen einen letzten Sommer? ohne oder mit bisherigen Fluglärm genießen.
Ein falscher Standort lässt sich nicht schönreden und hat Folgen.
Dass der Standort falsch ist, wurde von der Politik 2010 zugegeben, doch man war weiter konsequent inkonsequent.
Schon das Scheitern der Privatisierung von Schönefeld hätte ein Nachdenken der Politik bewirken müssen, da dieser falsche Standort Risiken trägt die unkalkulierbar sind.
All das hat Folgen für alle Gemeinden in Brandenburg und für Berlin, die Rechnung bezahlt der Steuerzahler.
Man darf auch nicht vergessen das die BBF GmbH zu 100% dem Staat gehört, was gerne verdrängt wird.
So haften die Steuerzahler und Bürger immer, bezahlen quasi ihren Schallschutz über den Umweg FBB selbst, denn die Kosten sind keineswegs durch Gewinne gedeckt.

Schönefeld hat noch nie wirklich Geld verdient, siehe www.frank-welskop.de und sein Buch BBI- ein weiterer neuer Berliner Bankenskandal?

Der BVBB hat mit seinem Nachnutzungskonzept der Politik eine Brücke gebaut, um ein Desaster abzuwenden, doch Fach- und Sachverstand bleiben weiter ungenutzt und man macht stur weiter.
Politik hat offensichtlich nichts mit Kompetenz und Logik zu tun. Politik und Intelligenz schließen sich sogar zwingend aus (Heiner Müller).
Das Ergebnis sehen wir nun in der Verschiebung des Eröffnungstermins und der bisher wenig erfolgten Schallschutzes.
Über all diese Folgen hat der BVBB seit 1996 in den Infoblättern und der Webseite: www.bvbb-ev.de berichtet.
Leider sind alle Vorhersagen der damaligen Eröffnungstermine und des jetzt geplatzten Eröffnungstermines wahr geworden.
Die Wahrheit wird ebenfalls gerne für die zunehmende Haushaltsschieflage im Land und den Kommunen verdrängt, sonst müsste man zugeben, dass der ProblemBER die Hauptursache neben vielen Brandenburger Fehlentscheidungen ist.
Um überhaupt die Kosten der Verschiebung zu schultern, werden sicher weitere Kredite benötigt oder es wird immer mehr an Sozialleistungen gespart sowie an Zuwendungen für die Kommunen, wie schon begonnen.

Das bedeutet  das Zukunftsgestaltung der Gemeinden auf Grund der finanziellen Einschränkungen immer mehr unmöglich wird und schlimmstenfalls sich die Gemeindeverwaltungen nur noch auf die Pflichtaufgaben beschränken müssen.
Das wird jeder zur Kenntnis nehmen müssen, unabhängig ob man für den falschen BER Standort ist oder nicht.


Der Weg, auf dem eine Regierung zugrunde geht, ist der,
wenn sie bald dies, bald jenes tut,
wenn sie heute etwas zusagt,
und dies morgen nicht mehr befolgt.
von Otto von Bismarck


Gernut Franke

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