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Sehr geehrter Herr Bomba,

gerade habe ich den Beitrag von Thomas Rautenberg über Ihr Zusammentreffen mit Teilnehmern der Mahnwache vor Ihrem Ministerium am vergangenen Dienstag auf den rbb-Seiten

http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/wie-ein-fehlalarm-nachtfluggegner-ins-ministerium-spuelt.html

gelesen.

Herr Bomba, Sie werden dort u.a. mit folgenden Worten zitiert:

'Der Kompromiss, eine halbe Stunde hier oder eine halbe Stunde dort, wäre im Grunde genommen vielleicht noch machbar.'

Ich möchte Sie gern bitten, nicht weiterhin verklärend von Kompromissen zu sprechen, wenn zwei oder mehrere Parteien sich zu einem Gegenstand ihrer Verhandlungen einigen, der Menschen betrifft, die an diesen Verhandlungen nicht beteiligt sind, nicht daran teilnehmen dürfen aber vom Verhandlungsergebnis direkt betroffen sind. So etwas ist kein Kompromiss, das ist ein Verordnen und ein Vergewaltigen!

Im Ergebnis Direkter Demokratie, dem Volksbegehren Nachtflugverbot in Brandenburg wurde die Forderung nach Einhaltung der gesetzlichen Nachtruhe gemäß Emissionsschutzgesetz von 22:00 bis 06:00 Uhr erhoben und kein Halbstundendeal gefordert!

Wäre es da nicht für die Politik an der Zeit, den Willen des Souveräns zu respektieren? Zumal mit dem am Quorum in Berlin gescheiterten Volksbegehren Nachtflugverbot zusammen in der Region eine Viertel Million Menschen diese Forderung erhoben haben. In wessen Auftrag wird hier eigentlich für wen Politik gemacht? Politischer Anstand und politische Moral bleiben gänzlich auf der Strecke!

Ich habe mich der Mühe unterzogen und die Sachverhalte zu Nachtflügen in der Region und zum Versagen der Politik in der Sache in einer BER-Nachtflugfibel zusammengestellt. Die Ungeheuerlichkeiten, die die Politik der BER-Anrainern aufbürdet, werden darin deutlich herausgearbeitet.

Die Lektüre kann ich Ihnen nur empfehlen. Sie wird helfen, Ihre Sichtweise der Dinge zu verändern.
Download bar:

http://www.diethard.de/Fluglaerm/BER-NachtflugFibel.pdf

Es gilt Ihr Versprechen an unsere Teltower MitstreiterInnen:

"Ich melde mich wieder bei Ihnen und dann werden wir uns wieder im kleinen Kreise treffen. Also ganz herzlichen Dank!"

Im kleinen Kreis? Ich fordere Sie auf, sich im Kreise der Viertel Million Menschen zu melden! Schauen Sie auch den Schwerstbetroffenen Menschen in unserer Gemeinde bei einem Treffen direkt in die Augen und hören Sie sich an, was diese Menschen dazu zu sagen haben.

Unsere Rauch- und Abgasmelder ertönen hier schon seit Jahren infolge des SXF-Luftverkehrs, aber dass können Sie ja in Ihrem Ministerium nicht hören, und es bringt Sie folglich nicht aus dem Häuschen und gar auf Straßen und Plätze unter die Menschen unserer Gemeinde.

Mit freundlichen Grüßen
D. Günther aus Mahlow