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"International Noise Awareness Day", der Tag gegen Lärm,

Seit 1995 gibt es den „ Tag gegen Lärm“, der dieses Jahr auf den 30.4. fällt. Was Lärm an gesundheitlichen Schäden anrichten kann, wollen oftmals nicht mal die Betroffen selbst wahrhaben, geschweige Politiker oder besserwissende Auswärtige. Und was tut die soziale, liberale, christliche und umweltbewusste Gemeinschaft gegen Lärm, den Robert Koch als Hauptproblem des 21. Jahrhundert bezeichnete? Zu den Äußerungen an Stammtischen und politischen Gesprächen zum Thema Lärm gefährdet die Gesundheit, nehme ich folgende Zusammenfassung wahr:

Die Auswirkung von Lärm wird überbewertet, da in Lärmgebieten nur sozial Schwache wohnen und diese haben bekanntlich andere Laster, so dass das Krankheitsbild in diesen Regionen andere Ursachen haben. Reiche Menschen ziehen aus lärmrelevanten Zonen weg, so dass diese für die Gesundheitsbewertung nicht zur Verfügung stehen.

Also kann der Betroffe zur Kenntnis nehmen, dass Lärm nur die sozial Schwachen betrift ? Wer aufmerksam den Aussagen der Staatssekretäre Bretschneider oder Seidel bzw. dem Flughafenchef Mehdorn zum Thema Flughafen folgt, stellt ferner fest, dass für diese betuchten Herren es selbstverständlich ist, dass die Betroffenen für ihren Schutz der Gesundheit alles aus der eigenen Tasche sofort bezahlen können. Der Bürger kann sich jedoch politische Fehlentscheidungen der Regierungen nicht mehr leisten! Brandenburger sind bodenständig und nicht austauschbar und wegzugwillig – wie z.B. Beamte. Berater oder Minister. Es wird somit allerhöchste Zeit, dass eine für den Brandenburger sich interessierende Landeregierung tätig wird und nicht ausschließlich den Wegzug oder Wegflug von gut betuchten interessenlosen Menschen aus der Region unterstützt. Oder nennt man so etwas sozialdemokratisch – christlich – liberal, nur für reiche und möbelwagenwillige Bürger da zu sein? Denk – mal - nach am 30.4.2014 !

 

Jörg Pohland, Schulzendorf