BER in Schönefeld- 10 Baustellen statt 7 !

Zu: „ Die sieben Baustellen“ und „Arglistige Täuschung“ in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 1. August 2012

Seite 6 und Seite 12

Wenn Tosten Gellner feststellt, “Die Kosten explodieren, die Finanzierung ist ungewiss und der Termin wackelt:

Die Akte Flughafen kann noch lange nicht geschlossen werden“, dann kann man dies angesichts der Jubelschreie von Flughafenchef Schwarz, Wowereit und Co. aufgrund des aktuellen Leipziger Urteils nur unterstreichen.
Das Gericht bestätigte aber nicht nur die nach Sicht von Kristian- Peter Stange, BVBB, nachträgliche Legalisierung “arglistiger Täu­schung“, sondern mit dem PFB- Beschluss von 2004 zugleich nochmals das Erforder­nis höheren Schallschutzes als den der Flughafengesellschaft!
Das Klagen weitergehen werden, wurde vielerseits bestätigt: Dann eben beim Bundesverfas­sungsgericht und Europäischen Gerichtshof.
Dann kommen noch zu den bereits genannten sieben Baustellen:  Zeitplan, Brandschutz, Kostenfalle, Finanzierung, Schallschutz, Nachtruhe und Klagen noch drei weitere hinzu:
Baustelle 8: Immissionsschutz für Bürger bezüglich Verbrennungsrückständen und Kerosin in der Atemluft sowie Verringerung zulässiger Lärm—Emissionen nach neuem Maßstab “Lärmereignisse“ gemäß Ergebnis des 115.Deutschen Ärztetages.
Baustelle 9: Flugsicherheit gemäß noch zu berücksichtigendem ICAO Doc. 9184, Flughafen- Planungs-Handbuch gemäß EU und Bundesrecht zur Pistenausrichtung.
Baustelle 10: Katastrophenschutz nach vom BERLINER KURIER am 26.Juli 2012 bildlich nachgewiesener Unterspülung der Südbahn, ersichtlich aus dem Absacken von Pisten—Böschungsteilen, durch hoch gedrücktes Grundwasser, evtl. über un­dichte Bunker gern. SPIEGEL vom 21.Juli 2003 “Bomben im Bunker“, in denen noch Munition und selbst “vollgetankte Flugzeuge“ vermutet wurden! Denn für die “Giftmülldeponie“, lt. BVBB auf einer Fläche von 990 000 000 Quadratmetern, deren Freimachung laut Interflug bereits vom November 1988 nicht durchführbar ist, gilt: Bis jetzt soll gern. Dr. Welskop ( BBI- ein neuer Berliner Bankenskandal?) noch keine Munitionsfreistellungserklärung für das gesamte Gebiet vorliegen! Und was ist mit der Gefährdung des Einkaufszentrums Waltersdorf durch die Druckgasleitung 60m hinter den Flugzeugaufsatzpunkten?
Herrn Stange, BVBB, gebührt Dank für seine Sammlung vom 24. Juni “BBI- Chronique scandaleuse“!
Hinzu kommt noch die Gefährdung der Trinkwasserversorgung durch Großeintrag von Verbrennungsrückständen und Kerosin ins Trinkwasser- Reservate als See und zu Lande für die Wasserwerke Berlin Friedrichshagen und Eichwalde nach Äuße­rungen von Gregor Gysi.
Natürlich wurde und wird dies alles von den Verantwortlichen geleugnet oder verniedlicht.
Was geschieht, wenn jemand diesbezüglich Feststellungsklagen einreicht oder sich an die EU wendet?
Ich glaube, manches Jubeln ist verfrüht!

Eichwalde, am 1. August 2012

Dr. G.Briese- Eichwalde

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