Hier lesen Sie Leserbriefe und Briefe an Vertreter des öffentlichen Lebens.

Leserbrief zum Artikel "Der Flughafenstreit ist noch nicht zu Ende"
von Peter Neumann
in der Berliner Zeitung vom 29.3.2011, Seite 4
Sehr geehrter Herr Neumann,
wie auch immer die zukünftigen Abflugrouten vom BBI aussehen werden, eins haben Planer, Planfeststellungsbehörde und Deutsche Flugsicherung jedenfalls erfolgreich geschafft: Die zwingende Notwendigkeit, wegen des geplanten und inzwischen bereits genehmigten unabhängigen Flugbetriebs am BBI alle Abflugrouten gemäß ICAO-Regeln divergieren zu lassen, hat das Projekt bis zum September 2010 nicht wesentlich beeinflusst. Denn noch vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens haben sich diese Beteiligten darauf verständigt, die divergierenden Abflugrouten in der vorläufigen Routenplanung auf keinen Fall zu berücksichtigen oder gar zu veröffentlichen. Das hatte unter anderem zur Folge, dass alle Berechnungen und ortsbezogenen Aussagen zu den Lärmauswirkungen des Projektes fehlerhaft sind. Die Lärm-Immissionsgebiete sind nämlich zu klein dargestellt worden, was den Widerstand gegen das Projekt zweifellos reduzierte. Warum das so gemacht wurde, ist leicht zu erraten. Ein Sturm der Entrüstung, insbesondere auch aus dem südlichen und südwestlichen Berliner Stadtgebiet, hätte schon damals die Akzeptanz des Projektes ernsthaft gefährdet. Diese Akzeptanz war bei der Wahl des Standortes ein wesentlicher Aspekt. Genauer gesagt, war damit sicher die Akzeptanz des Standortes durch diejenigen Berliner gemeint, die vierzig Jahre lang gewöhnt waren, Fluglärm in jeder Form hinzunehmen, wenn nur das Terminal nicht zu weit von der Haustür entfernt war. Was Herr Diepgen 1996 noch für sinnvoll hielt, wird jetzt von immer mehr Bürgern und Betroffenen als nicht sinnvoll erkannt. Mit der Standortentscheidung zugunsten Schönefelds ist bereits damals von Politikern gegen jede Vernunft eine große Chance für die Region verspielt worden. Schon vor der Eröffnung steht nämlich fest, dass eins der wichtigsten Ziele nicht erreicht worden ist, denn es wird keinen uneingeschränkten Nachtflug am BBI in Schönefeld geben. Und wenn die Flugrouten noch so "optimal" gelegt werden: Die noch ausstehenden Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichtes zu den jüngsten Klagen werden die Akzeptanz sicher auch nicht gerade erhöhen. Nach einer möglichen Eröffnung des BBI wird die Akzeptanz des Projektes wohl ebenfalls nicht ansteigen, im Gegenteil. Erst dann wird zu hören sein, was kein Berliner an keinem der vorhandenen Flughäfen der Region jemals hören konnte. Es wird ein in Beton gegossenes Denkmal der Unfähigkeit von Politikern sein, die sich aus Angst um die zukünftige Akzeptanz des Projektes durch die Bürger einen Großflughafen praktisch direkt vor die Haustür setzten!
Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Suhrbier

 

Zum MAZ-Artikel v.01.03.2011 –„Bis Juni könnte es eine Lösung geben“

„Keine Flugrouten über Blankenfelde – Mahlow“


„ Bis Juni könnte es eine Lösung geben,- aus Sicht des Senats von Berlin und der Flughafengesellschaft läuft es auf Geradeausstarts von der Nordbahn aus und 15 Grad Abkurvung von der Südbahn..
„Damit kann der Flughafen die Luftverkehrsstruktur aufbauen, die nötig ist“, sagte Schwarz.
Es kann doch nicht sein, dass der gesamte Lärm und Dreck von den Starts und Landungen zu Lasten Brandenburgs und speziell Blankenfelde – Mahlow`s geht. Wo bleibt die Fürsorge des Ministerpräsidenten Platzeck, der Unheil vom Volke fernhalten soll? Ist der Wahlerfolg seines Parteifreundes Wowereit bei den Berliner Abgeordnenhauswahlen wichtiger als die eigene Bevölkerung?
Man kann nur hoffen und darauf bestehen, dass die Entscheidung der DSF bei der Festlegung der Flugrouten in erster Linie von der Sicherheit und der Minimalbetroffenheit der Bevölkerung ausgeht. Keine Flugrouten über Blankenfelde – Mahlow.
Der Südwesten Berlins (außer Lichtenrade ) ist nach Luftverkehrgesetz von „ zumutbarem Lärm“ betroffen. Sollte es doch so kommen, dass von der Nordbahn geradeaus geflogen wird, fordern wir für Blankenfelde die Umsiedlung, wie es die hiesige Gemeindevertretung schon im Jahre 2000 beschlossen hat.
Bürger von Blankenfelde – Mahlow wehrt euch, kommt zu Protestaktionen Der Standort BBI – Schönefeld ist ungeeignet , hier wird gegen die Richtlinien der ICAO verstoßen, weil ohne Not dicht besiedeltes Gebiet ( bestehend aus 3 Siedlungsachsen: Görlitzer Bahn, Dresdner Bahn, Anhalter Bahn ) überflogen wird.
H. Berger, Blankenfelde-Mahlow, Ortsteil Blankenfelde

Leserbrief zum Artikel "Es war immer klar ..."
von Jürgen Schwenkenbecher
in der Berliner Zeitung vom 17.2.2011, Seite 29
Sehr geehrter Herr Schwenkenbecher,
es hat mich überrascht, in Ihrer heutigen Zeitung sogar eine Formel zu finden. Sicher meinen Sie es mit der Aufforderung zum Nachrechnen nicht ganz ernst. Ihre Bemühungen, aus der Berliner Zeitung eine Fachzeitschrift für das Berechnen von Fluglärm zu machen, halte ich allerdings für völlig abwegig.
Sie beteiligen sich daran, die Betroffenen über Details der jeweilig aktuellen Flugrouten zu informieren. Sie erklären Berechnungsverfahren der Deutschen Flugsicherung. Sie melden, wenn eine Flugroute in die "richtige" Richtung verschoben wurde und jemand damit sehr zufrieden ist, ein anderer dagegen nicht. Manchmal kann man auch lesen, welche Routen nun endlich vom Tisch sind. Glauben Sie wirklich, daß damit den Betroffenen geholfen ist? Merken Sie nicht, wie sich Vorhabenträger und Senat die Hände reiben, weil aus der Flugroutendiskussion bisher keine Flughafendiskussion geworden ist? Haben Sie noch nie die Angst hinter den Worten von Herrn Schwarz gespürt, wenn er das immer wieder beschwört?
Wenn Sie sich ein wenig ausführlicher mit der Ausbreitung von Lärm befassen, wird Ihnen sicher klar, daß Lärm sich nicht an Routen hält. Zum einen fliegen Flugzeuge nicht exakt auf diesen Routen, wie ein Blick auf die tatsächlich geflogenen Kurse an Flughäfen zeigt. Zum anderen ist ständig davon zu lesen, daß eine Verschiebung der Route nach da oder da eine Entlastung für die einen Betroffenen bringe, eine zusätzliche Belastung jedoch für die anderen. Das heißt doch nicht, daß nach einer Verschiebung alles gut wäre! Wenn der Maximalpegel eines Überfluges für einen Betroffenen dank Routenverschiebung statt ursprünglich beispielsweise 75 dB(A) nur noch 71 dB(A) heißt, soll er dann in Dankbarkeit auf die Knie fallen? Nicht weit entfernt wird ein anderer Betroffener wegen dieser Verschiebung vielleicht auf die Barrikaden gehen. Sie sollten lieber darüber berichten, daß links und rechts jeder einzelnen Flugroute bei jedem Überflug ein Lärmteppich entsteht, der auch noch in mehr als einem Kilometer Entfernung womöglich gesundheitsgefährdenden Lärm im menschlichen Ohr erzeugt! Nur sieht man das den dünnen farbigen Linien auf den zahlreichen Routendarstellungen nicht an, auf die Ihre Leser gebannt schauen und dabei ihren eigenen Wohnort zu lokalisieren versuchen. Es handelt sich bei der gegenwärtigen Diskussion um nichts anderes, als die großräumige Verteilung von Fluglärm eines von Politikern herbeigewünschten Internationalen Großflughafens, der in diese Region nicht hineinpaßt!
Herr Schwenkenbecher, Sie haben genug Sachkenntnis, um die richtigen Fragen zu stellen. In dem Interview mit Herrn Kaden, dem Chef der Deutschen Flugsicherung, legten Sie doch den Finger auf die Wunde: Wie konnte ein solches Desaster entstehen? Schauen Sie sich die Antwort von Herrn Kaden genau an! Es war der DFS nicht bekannt, was in Schönefeld publiziert wurde? Die DFS war als Träger öffentlicher Belange am Planfeststellungsverfahren beteiligt. Sie hat im Sommer 2000 eine Stellungnahme zum Antrag abgegeben, in der sie übrigens erneut auf die notwendige Divergenz hinwies. Ihr war selbstverständlich bekannt, welche Routen im Antrag abgebildet und für die Fluglärmberechnungen zugrundegelegt worden waren. Und sie kann sich sicher auch noch gut daran erinnern, wie schon 1998 versucht wurde, ihre Forderung mittels Druck aus dem Bundesministerium für Verkehr aus der Welt zu schaffen. Herr Kaden hat jedoch recht, wenn er behauptet, die DFS habe seit (Sommer, G.S.)1998 darauf aufmerksam gemacht, daß für gleichzeitige unabhängige Abflüge von beiden Routen eine 15-Grad-Divergenz erforderlich sei. Haben Sie noch nie darüber nachgedacht, warum sich diese Tatsache im Planfeststellungsantrag vom Dezember 1999 nicht finden ließ und warum auch im Planfeststellungsbeschluß von 2004 kein Sterbenswörtchen davon zu lesen ist?
Herr Schwenkenbecher, ich kann Ihnen versichern, die Lunte vor dem Bundesverwaltungsgericht brennt schon, aber die Öffentlichkeit ahnt davon nichts! Es gibt Beweise dafür, daß die Forderung der DFS wegen der 15-Grad-Divergenz seit Sommer 1998 vorsätzlich vom Vorhabenträger ignoriert wurde! Es gibt Beweise dafür, daß das damals zuständige Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr dieses Vorgehen des Vorhabenträgers seit 1998 kannte und deckte. Es gibt Beweise dafür, daß die DFS 1998 unter Druck gesetzt wurde, um ihre Forderung fallen zu lassen. Und es gibt Beweise dafür, daß der Vorhabenträger diese Forderung ignorierte, um den schon damals zu erwartenden Widerstand aus den südlichen und südwestlichen Berliner Bezirken zu vermeiden und um den Zeitplan und vor allem auch den Standort nicht zu gefährenden. Der übrigens ohne Abstimmung mit der DFS von Politikern für den BBI ausgesuchte Standort Schönefeld war in den Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht ebenfalls angegriffen worden. Erst mit dem Urteil von 2006 war er besiegelt worden, womit viele der Kläger damals nicht gerechnet hatten.
Wir stehen einem der größten Planungsskandale der deutschen Geschichte gegenüber! Er ist vor allem belastet durch die übereilten und sachfremden Empfehlungen Berliner Politiker aus der Zeit nach der Wiedervereinigung! Es war vor allem die gemeinsame Sorge der Politiker und Planer, den Standort Schönefeld auf keinen Fall zu gefährden. Dafür wurde vorsätzlicher und gemeinschaftlicher Betrug in Kauf genommen. Dafür wurde im Planfeststellungsbeschluß ein unabhängiger und gleichzeitiger Flugbetrieb von beiden Pisten genehmigt, der auf der vorläufigen DFS-Routengeometrie von 1998 von vornherein und erklärtermaßen nicht abwickelbar sein würde. Das hat die Öffentlichkeit und keiner der Betroffenen, das hat selbst das Bundesverwaltungsgericht 2006 nicht erkannt!
Wir dürfen also gespannt darauf sein, wie das Gericht mit den jetzt dazu anhängigen Klagen und Einreden umgehen wird. Vielleicht spielen die Flugrouten, die zu einem am falschen Standort entstehenden Großflughafen gehören, eines Tages überhaupt keine Rolle mehr!
Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Suhrbier
Leserbrief zum Artikel "Senat will Nach(t)flugverbot nicht ausweiten"
von (dpa)
in der Berliner Zeitung vom 18.2.2011, Seite 17
Sehr geehrte Damen und Herren,
sicher wäre Herrn Wowereit gut beraten, wenn er mal das bisher beim größten deutschen Infrastrukturprojekt von den Planern in diesem Punkt Erreichte mit dem vergleichen würde, was ursprünglich geplant war. Im Planfeststellungsantrag von 1999 hieß es noch sehr selbstbewußt: Ein durchgehendes Nachtflugverbot für BBI ist mit dem Widmungszweck eines Internationalen Großflughafens mit Drehkreuzfunktion unvereinbar. Man hoffte damals noch, die rechtlich höchst umstrittene Nachtfluggenehmigung des DDR-Flughafens für den BBI weiternutzen zu können. Aufgrund von Klagen Tausender Anwohner hat sich die Planfeststellungsbehörde inzwischen den Vorgaben des Bundesverwaltungsgerichtes beugen müssen. Während bisher in Schönefeld nachts noch geflogen werden darf, wird es am Hauptstadtflughafen BBI zwischen 0 und 5 Uhr keine regulären Flugbewegungen mehr geben! Und gegen die über hundert Flüge, die die Behörde trotzdem zwischen 22 und 6 Uhr zuließ, sind bereits weitere Klagen Betroffener anhängig. Den Betroffenen ist es nämlich völlig egal, ob die Flugzeuge, die ihnen den Schlaf rauben, zur Lufthansa oder zu Air Berlin gehören.
Herr Wowereit, für das Luftschloß, das sich Herr Diepgen einst für Berlin wünschte, ist der Standort nicht geeignet! Sie können soviel von einem Drehkreuz reden, wie Sie wollen. Ob sich ein Flughafen zu einem Drehkreuz entwickelt, hängt nicht von Ihrem Wunschdenken und den Postulaten des Flughafenbetreibers ab. Weitaus wichtiger sind zum Beispiel die Möglichkeit eines durchgehenden uneingeschränkten Nachtflugbetriebes, eine unkomplizierte Erweiterungsoption, eine erstklassige Einbindung in die Verkehrs-Infrastruktur und die Errichtung der home base mindestens einer interkontinental agierenden Fluggesellschaft.
Zumindest bei den ersten drei Aspekten scheint mir der BBI nicht gerade ein Musterbeispiel für eine perfekte Planung zu sein. Und ob angesichts dieser Einschränkungen eine Fluggesellschaft doch noch mutig genug ist, hier ihren Umsteigepunkt einzurichten, sollten wir doch lieber erstmal abwarten. Noch ist das Bundesverwaltungsgericht nicht mit allen Klagen und Einreden fertig!
Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Suhrbier

Ein nicht veröffentlichter Leserbrief zum Artikel "18 weitere Klagen gegen den Flughafen"

von Peter Neumann
in der Berliner Zeitung vom 8.2.2011, Seite 18

Sehr geehrter Herr Neumann,

wir stimmen sicher darin überein, daß das Bundesverwaltungsgericht den rechtskräftigen BBI-Planfeststellungsbeschluß nicht "wegen der Flugrouten" aufheben wird. Inzwischen dürfte es zum Allgemeinwissen jedes Betroffenen zählen, daß die Routen im Planfeststellungsverfahren nicht planfestgestellt wurden. Ihre Festlegung ist erst in Form einer Rechtsverordung im Frühjahr 2012 zu erwarten. Dennoch versuchen gegenwärtig zahlreiche Betroffene, wie Sie schreiben, die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses zu erreichen.
Das Bundesverwaltungsgericht kann solchen Klagen oder Einreden nur nachgehen, wenn der Verdacht besteht, daß der Planfeststellungsbeschluß rechtswidrig erging. Hier wird die Sache spannend, denn ich frage mich, was haben die kürzlich bekannt gewordenen Flugroutenentwürfe der Deutschen Flugsicherung mit einem womöglich rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluß zu tun? Und vor allem bleibt völlig unklar, warum das Bundesverwaltungsgericht einen womöglich rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluß nicht schon 2006 einfach aufhob.
Die Antwort liegt auf der Hand. Es geht nicht in erster Linie um die Flugrouten, Herr Neumann! Wer sich mit den diversen BBI-Flugroten beschäftigt, vergeudet Zeit und Energie. Es geht vielmehr um die Frage, wie es dazu kommen konnte, daß es der Vorhabensträger und die Planfeststellungsbehörde seit 1998 erfolgreich geschafft haben, die Öffentlichkeit, insbesondere die potentiell Betroffenen und letztlich auch das Bundesverwaltungsgericht gemeinschaftlich und systematisch über den wahren Umfang der Lärmbetroffenheit zu täuschen.
Das Problem, mit dem sich das Bundesverwaltungsgericht beschäftigen muß, ist nicht das Problem der Flugrouten. Das Problem heißt: Verdacht auf Verfahrens- und Prozeßbetrug, Herr Neumann, und ist sicher einmalig in der Geschichte eines deutschen Obergerichtes! Und wenn das Gericht, wie ich vermute, einen solchen Betrug erkennen sollte, ist es um den BBI in Schönefeld geschehen. Ein neuer Anfang mit denselben Akteuren, demselben Plan und an derselben Stelle scheint mir dann allerdings völlig ausgeschlossen zu sein!

Mit freundlichen Grüßen

Gunnar Suhrbier

Sehr geehrter Herr Nowakowski,
als Besucher der Veranstaltung in der Urania betreffs der Flugrouten am 10.01.2011 kann ich nur folgendes Resümee ziehen.
Schade um die investierte Zeit, schade um die sieben Euro Eintritt (eine wohltätige Spende wäre sinnvoller gewesen).
Ich bin nicht nur Zuhörer gewesen, sondern ich bin auch Betroffener der sich mehrfach gemeldet hat und leider nicht zum Sprechen kam. Ich hatte Statements als Bürger (Danke, dass Berlin Tegel bisher von Flugunfällen verschont wurde und ähnliche auch in meinen Gedanken) auf Lager um ein gewisses Verständnis zu vermitteln.
Fragen hätte ich gern den Herren Stolpe und Brettschneider gestellt warum die Landesregierung von Brandenburg mit derartiger Intensität den Bau des BBI betrieben hat.
Wenn auch nicht unbedingt ein Freund von Herrn Ratzmann stelle ich auch die Frage nach Legalität und Legitimität.
Herr Brettschneider hat in seiner für mich arroganten und kaltschnäuzigen die Betroffenheit von Menschen missachtenden Art nur meinen Ekel vor den mich regierenden so genannten Eliten bestärkt (Sehet ihr seid nichts, euer Tun ist nichts und euch zu wählen ist ein Gräuel).
Dieser Mensch ist wie sein Chef, Herr Vogelsänger (den ich auf einer Podiumsdiskussion in Grünheide erlebte), so von sich eingenommen, dass er scheinbar normalen Menschenverstand ausklammert und sich nur auf bestehende Richtlinien, wenn auch hirnrissig, beruft.
Herr Vogelsänger wurde auf genannter Veranstaltung auf offenkundige Mängel / Fehler hingewiesen und antwortete mit Hochhalten einer Verordnung dass alles Rechtens sei. Einem Normalbürger stellt sich die Frage wessen Geistes Kind diese Leute sind.
Von Ihnen Herr Nowakowski würde ich erwarten, dass auch Sie nach neuesten Erkenntnissen den Standort Schönefeld in Frage stellen. Er war politisch entstanden (Motive der beteiligten drei Herren sind für mich garantiert falsch vermittelt).
Herr Ahlgrimm – Vorsitzender der Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden – hat Herrn Vogelsänger (Chef von Herrn Brettschneider) nahe gelegt über einen neuen Standort für BBI nachzudenken – interessant.
Frau Bergmann / Pohl wird sich nach ihrer Aussage, dass sie sich für alle Betroffenen verantwortlich fühlt entsprechende Fragen gefallen lassen und Frau Krautzmann sollte mal Heimatkunde belegen, denn auch Bohnsdorf, Müggelheim, Hessenwinkel, Wilhelmshagen und Rahnsdorf sind Teile von Berlin über das sie meint regieren zu müssen
Ich glaube nicht, dass dieser Brief veröffentlicht wird, hoffe aber trotzdem eine gewisse Befindlichkeit bei Ihnen geweckt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Pfennigwerth

Vor 20 Jahren hatte Berlin noch 4 Flughäfen: Schönefeld, Tempelhof, Tegel und Gatow.   Zwei dieser Flughäfen sind bekanntlich inzwischen geschlossen und
- man reibt sich die Augen -  demnächst soll auch noch Tegel den Betrieb einstellen. Hoffentlich ist dann BBI fertig: Schildbürger reißen gern Brücken ab, bevor die neue steht!
IN der deutschen Entwicklungshilfe wurde manches  Projekt überfrachtet: die „Eier legende Wollmilchsau“ mutierte dann häufig zum „Weißen Elefanten“  (Entwicklungsruinen). Ist das beim BBI  ähnlich?
1. Die deutsche Hauptstadt soll ab 2012 nur noch einen Flughafen haben. Die meisten Weltstädte verfügen über 3 Flughäfen, wie New York, London, Paris oder Moskau. Mir ist kaum eine wichtige Stadt bekannt, die nicht wenigstens 2 Flughäfen aufweist, meist einer im Stadtgebiet und der andere außerhalb wie z.B. in Rio, São Paulo, Buenos Aires, Santiago/Chile oder Washington.
2. Was passiert bei Nebel über BBI – werden anfliegende Maschinen dann nach Leipzig oder Rostock umgeleitet?
3. Schon ein herrenloser Koffer legt den Flugbetrieb ganz schnell lahm – kreisen die Flugzeuge dann  zunächst über Berlin mit entsprechendem Lärm für seine Bewohner?
4. Das begrüßenswerte Nachtflugverbot verdichtet die Zahl der geplanten Flüge während der verbleibenden Zeit.
5. Dadurch wird Parallelbetrieb erforderlich, mit den inzwischen bekannten Lärmfolgen für zusätzlich mehrere 100 000 Bürger.
6. Die naiven Flughafenplaner von BBI scheinen von der Fliegerei nicht viel zu verstehen: nichts ist für Flugerfahrene  - aktive wie passive – eine größere Horrorvorstellung als ein sog. „Single Airport“ einer Großregion.
7. Terroristen reiben sich sicher ungläubig  die Augen und halten bis zur Eröffnung von BBI ihr Pulver trocken.
8. Die einzige noch machbare Alternative: haltet TXL in Tegel weiterhin offen und eine Reihe von Problemen mit BBI lassen sich entkrampfen.
9. So könnte in Tegel z.B. die Flugbereitschaft der Bundeswehr für die Bundesregierung stationiert sein und Gäste der Bundesregierung könnten in Tegel  landen.
10. Schon jetzt soll es in Schönefeld kaum Platz und Slots für die vielen Privatmaschinen geben, die aber das Geld nach Berlin bringen. Die fänden spielend auf dem Areal von TXL Platz und würden ganz sicher viel lieber in Tegel als in Schönefeld landen.
11.  Ja und dann war da doch der Investor, der im Flughafengebäude von  Tempelhof eine Spezialklinik installieren wollte, wodurch zahlungskräftige Kranke aus aller Welt per Flieger schnell in dieses Krankenhaus kämen und dann auch problemlos wieder wegfliegen  könnten, sofern sie nicht gleich noch die nahegelegene REHA am Hafen von Tegel aufsuchen.
12. Das riesige Areal von Tegel wirft dann immer noch genug Platz für alternative Nutzungen ab, denn nur die Linien- und Charterflüge würden von Schönefeld abgewickelt.
Der Geräuschpegel des umgenutzten Flughafens Tegel hielte sich in Grenzen, wobei ja auch an eine zeitliche Begrenzung des Flugbetriebs etwa von 8.00 bis 20.00 Uhr gedacht werden könnte. Schönefeld aber hätte dadurch die erforderliche Entlastung, so daß auch im Parallelbetrieb Abknickungen nach dem Start nicht mehr erforderlich wären und das neuerliche Geräuschproblem
für hunderttausende Mitbürger in Berlin und Brandenburg entfiele.
Bernd Breuer
(Berlin-Waidmannslust)

(Der Autor freut sich über Reaktionen bzw. Antworten, die wir bitten an den Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden. Wir werden diese dann weiterleiten.)

Werden SPD-Spitzenpolitiker von den Göttern bevorzugt? Ich beobachte, dass Spitzenpolitiker der SPD im richtigen Moment ihre Immobilien verkauft haben. So der Regierende Bürgermeister von Berlin Herr Wowereit in Lichtenrade, Schillerstr.. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln Herr Buschkowsky in Rudow, Glockenblumenweg. Der ehemalige Berliner Senator Herr Strieder in Rudow, Rodeländerweg. Heute liegt der z.T. alte Familienbesitz unter den am 6.9.10 vorgestellten neuen Flugrouten. Insiderwissen soll nicht genutzt worden sein. Ich vermute die Götter haben zum richtigen Zeitpunkt eine Eingebung gesandt. Liebe Mitstreiter, sind Euch weitere ähnlich gelagerte Fälle aus besagten Kreisen bekannt?

Obwohl wir von unseren Eltern und Lehrern im Sinne von Moral, Sitte, Anstand und was es derer Dinge noch mehr gibt, erzogen wurden.
Irgendwann muss es aber doch dazu kommen, dass die Moral verloren geht. Wahrscheinlich auf dem Weg „nach oben“. Da werden die Ellenbogen breit gemacht, da wird gefälscht, getrickst und manipuliert. Und das alles im Namen des Fortschritts und der Schaffung von Arbeitsplätzen – egal, was es an Menschenleben kostet. Selbst wenn für einen neu geschaffenen Arbeitsplatz ein Mensch durch Fluglärm schwer geschädigt wird oder sogar stirbt, das Verhältnis 1:1 ist, wird den Menschen eingeredet, es sei zu ihrem Wohl. Auch wenn Generationen von Kindern bewusst krank gemacht werden, gibt es kein Halten. Denken Sie daran, es könnten auch Ihre Kinder sein! Würden Sie noch fliegen wollen, wenn über dem Eingangsportal stünde: „Für jeden Flug stirbt ein Mensch – also fliegen Sie mal schön, das schafft Arbeitsplätze!“ Vielleicht auch Arbeitsplätze für Pflegepersonal und Bestatter. Ist das in Ihrem Sinne?

Es steht schon im Grundgesetz, die Würde des Menschen ist unantastbar! Schlicht, ergreifend, ohne wenn und aber! Es steht nicht da, Ihre Würde ist unantastbar, wenn sie sich so und so verhalten, einfach nur, UNANTASTBAR!
Weshalb sich einige Politiker uns gegenüber benehmen, als kennen sie das Grundgesetz nicht, bleibt mir unbegreiflich. Wenn Menschen sich aus Verzweiflung gegen Castor-Transporte auf den Schienen anketten und weggetragen werden müssen, muss Ihre Würde unangetastet bleiben. Selbst wenn Sie als entlassener Mörder auf Schritt und Tritt mit immensen Kosten überwacht werden, Ihre Würde ist unantastbar.
So sagt es das Grundgesetz!
Weshalb lasen wir es uns also gefallen, dass wir in unseren Grundrechten eingeschränkt oder derer sogar beraubt werden?
Nichts hält länger als Sagen, Mythen und Märchen. Der Volksmund sagt zwar „Lügen haben kurze Beine“. Es gibt aber auch den anderen Spruch: „Je größer die Lüge, desto eher glaubt man ihr“. Glauben Sie wirklich an die versprochenen 40tausend Arbeitsplätze? Wenn ja, dann fragen Sie doch mal nach, wann die kommen werden. Darauf wird Ihnen niemand eine Antwort geben. Schönefeld und Tegel bringen es zusammen gerade mal auf 22 Mill. Passagiere, macht 22tausend Arbeitsplätze. Wann also kommen die 40tausend? Wenn der ‎Flugverkehr zum Schaden der Betroffenen ins Unerträgliche gesteigert wurde? Müssen wir wirklich von einer Kleinstadt zur anderen fliegen? Ist es uns nicht zuzumuten, vielleicht 4mal im Jahr beim Flug in den Urlaub einen etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen? Die 2 Stunden beim check-in betrachten wir indessen als ‎selbstverständlich! Ist nur noch Egoismus „in“ und Rücksichtnahme „out“?

Es ist erschütternd, dass nicht einmal Menschen zur Moral zurückfinden, die zwar nicht mehr im Amt sind, aber am verfehlten Entscheidungsprozeß beteiligt waren!

Nach neuesten Nachrichten wird das Empfangsgebäude für die Regierungsflieger nicht mehr 125 Millionen, sondern über 310 Millionen kosten! „Kurzfristig“ soll nach Öffnung von BBI deshalb ein vorhandenes Gebäude innerhalb eines halben(?) Jahres nach besten sicherheitstechnischen Erfordernissen umgebaut werden, bis eventuell im Jahre 2014 das neue Gebäude steht. Das dann umgebaute wird natürlich abgerissen – also nochmals Geld vernichtet. Haben wir es denn so dicke? Aufgemerkt liebe Mitbürger in Tegel: es könnte aber auch sein, dass Tegel für Regierungsflieger immer offen gehalten wird. Dann wäre nicht nur die Bevölkerung im Süden Berlins und Brandenburgs betroffen, sondern die Tegeler und Pankower hätten uneingeschränkten Nachtflug! Tegel soll laut Planfeststellungsbeschluss 6 Monate nach Eröffnung von BBI geschlossen werden.
Verzögert sich die Fertigstellung von BBI Schönefeld gerade deshalb, um Tegel nicht schließen zu müssen oder Schönefeld geht nie offiziell ans Netz?! Es wird doch wohl Mittel und Wege geben, Tegel mit Sonderausnahmegenehmigung (die man sich selbst erstellt) offen zu halten.
Und wer will schon dagegen klagen?!

Wenn Sie eine Warze im Gesicht haben, können Sie sich die besprechen lassen. Ist es jedoch ein ausuferndes Karzinom, dann sollten Sie sich in die Hände eines professionellen Chirurgen begeben.
Also, liebe „Neubetroffene“, nicht selber herumdoktoren und versuchen, die Routen ins Nachbardorf zu verschieben!
Der BVBB hat schon über 10 Jahre Erfahrungen!

Denken Sie daran, die Würde des Menschen ist unantastbar! Und das steht schon deshalb im Grundgesetz, weil unsere Vorfahren vielleicht bessere moralische Werte besaßen.

Ein erfolgreiches Neues Jahr, bleiben Sie gesund und vom Fluglärm verschont!

Ihr J. Nentwich